FD Anti-WGA IgG ELISA

Der FD Anti – WGA IgG ELISA dient dem quantitativen Nachweis spezifischer IgG Antikörper im Humanserum, die gegen das Weizenkeim-Agglutinin (Wheat Germ Agglutinin; WGA) gerichtet sind.

Der Test dient dazu bei Patienten mit gastrointestinalen Problemen einen Hinweis auf eine mögliche Beteiligung von WGA zu finden. Mit diesem Test nachgewiesene Antikörper können als Hinweis auf eine spezifische Unverträglichkeit gegen WGA gewertet werden. In solchen Fällen empfiehlt sich die weitergehende Diagnostik zur Abklärung einer Störung der gastrointestinalen Barrierefunktion.

Artikelnummer FD Anti-WGA IgG ELISA
Parameter Anti-WGA IgG
Packungsgröße 96 Bestimmungen
Inkubation 60min/60min/15min
Probevolumen 20 µl
Probematrix Serum
Methode Enzymimmunoassay

Informationen

Weizenkeim Agglutinin (Wheat Germ Agglutinin; WGA) liegt im Keimling von Weizen-Getreidekörnern vor und gehört zur molekularen Gruppe der Lektine. Lektine sind Substanzen, die Zuckerstrukturen erkennen und binden. (Das lateinischeagglutinare“ heißt   „anheften“). WGA bindet an das Zuckermolekül N-Acetyl-Glucosamin (NAG). NAG ist ein Bestandteil der Zellwand von Bakterien und Pilzen und auch ein Grundbaustein des Chitin-Polymers, der Hartsubstanz von Krustentieren und Insekten.

Wenn Lektine an Zuckerstrukturen an der Oberfläche von Mikroorganismen binden, dann wird deren Funktion verändert und letztlich beeinträchtigt. WGA trägt so zu den natürlichen Abwehrmechanismen der Pflanze bei, die diese vor Schädlingen den sog. „Fraß-Feinden“ wie bestimmten Bakterien, Insekten und Pilzen schützen. WGA vermittelt damit dem Getreidekorn eine erhöhte „Resistenz“.

Jedoch  kommt NAG auch im menschlichen Körper vor. Zum einen an der Oberfläche bestimmter Zellen (u.a. des Darms, des Nervensystems und der Blutgefäße) und zum anderen in der Hyaluronsäure in Knorpel, Gelenken und Knochen und auch in Schleimsekreten des Darms.

WGA wurde deshalb als sog. “anti-nutritiver Faktor“ klassifiziert. Darunter versteht man Faktoren in Lebensmitteln, die unabhängig vom Gehalt an Hauptnährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen negative Wirkungen auf den Konsumenten haben können. (Pusztai et al.1993; Pellegrina et al. 2009)

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